Hausbauberater in Bayern

Ratgeber Baufinanzierung in BayernDer Traum vom Eigenheim – dieser wunderschöne Gedanke kann heutzutage durch zahlreiche lukrative Baufinanzierungen zur Wirklichkeit werden. Um den Traum vom eigenen Heim umzusetzen, ist es notwendig, sich mit den Möglichkeiten einer Baufinanzierung vertraut zu machen. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Varianten, wie zum Beispiel das Annuitätendarlehen, das den großen Vorteil einer optimalen Rückzahlung mit konstant bleibenden Beträgen besitzt. Diese Finanzierungsmöglichkeit in Form eines Darlehens erfährt große Beliebtheit, da die gleichbleibende Tilgungsrate während der gesamten Kreditlaufzeit enorme Sicherheit gibt, wobei die Zinsbindungsfrist für die gesamte Laufzeit vereinbart werden sollte. Im Verlaufe der Tilgungsphase des Annuitätendarlehens verringert sich mit jeder geleisteten Rate ein wesentlicher Teil der sogenannten Restschuld und damit der anfallende Zinsanteil zugunsten des gesamten Tilgungsanteils erheblich. So ist am Ende der gesamten Laufzeit auch die anfallende Restschuld vollständig abgegolten.

Das Tilgungsdarlehen als klassische Variante der Baufinanzierung

Eine weitere Variante der Baufinanzierung ist das Tilgungsdarlehen. Es garantiert eine festgeschriebene, gleichbleibende Tilgungsrate. Die Rückzahlung der gesamten Baufinanzierung beim Tilgungsdarlehen erfolgt auf der Grundlage regelmäßiger Tilgungsraten, die mindestens ein Prozent zuzüglich ersparter Zinsen beträgt. Hierbei kann die Tilgung sofort oder quartalsweise verrechnet werden. Der entscheidende Vorteil dieser Finanzierungsmöglichkeit besteht darin, dass sich eine häufigere Verrechnung bei der Tilgung günstiger auf den gesamten Effektivzinssatz des Darlehens auswirkt. Das Tilgungsdarlehen ist vor allem beim selbst genutzten Wohnraum die klassische Variante der Baufinanzierungen. Der genaue Gegensatz dazu ist das endfällige Darlehen, bei dessen gesamter Laufzeit nur die anfallenden Zinsen gezahlt werden. Die eigentliche Tilgung dieser Darlehensart erfolgt am Ende der gesamten Laufzeit in einem einzigen Betrag.

Bausparen als Finanzierung – Vor- und Nachteile

Bausparverträge kommen in den Genuss einer staatlichen Förderung, die in Form einer Wohnungsbauprämie oder vermögenswirksamen Leistung erfolgen kann. Durch staatliche Förderungen wie die Wohnungsbauprämie oder eine Arbeitnehmersparzulage mit vermögenswirksamen Leistungen lassen sich sehr attraktive Renditen erzielen. Allerdings schlagen die beim Abschluss eines Bausparvertrages einmalig anfallenden Kosten und die damit verbundenen laufenden Kontoführungsgebühren erheblich zu Buche. Im ungünstigsten Fall kann die sogenannte Nettorendite daher sogar unterhalb der Inflationsrate liegen.

Baufinanzierungen: Eigenkapital, Eigenleistungen und KfW-Fördermittel

Sogenannte Eigenleistungen oder frei verfügbares Eigenkapital helfen, die Kosten einer Kreditaufnahme zu verringern, da das notwendige Kreditvolumen entsprechend geringer ausfällt. Zudem lassen sich durch die Inanspruchnahme der Wohnraumförderung vom Bundesland oder durch KfW-Fördermittel  zusätzliche finanzielle Vergünstigungen bei der Baufinanzierung erzielen. Mit der Vergabe äußerst zinsgünstiger Kredite unterstützt die Kreditanstalt für Wiederaufbau vor allem den energieeffizienten Hausbau. Die Wohnraumförderung in Bayern fokussiert sich dagegen auf Familien mit Kindern oder Menschen mit Behinderungen. Sie erhalten Unterstützung in Form erheblicher finanzieller Zuwendungen bei der Finanzierung.

Fördermittel beim Hausbau in BayernBauförderung in Bayern: Damit können Bauherren rechnen

Wer sich seinen Traum vom Eigenheim erfüllen möchte, kann meist jede Unterstützung gebrauchen. Das Land Bayern greift dabei privaten Bauherren mit unterschiedlichen Darlehen unter die Arme.

Das Bayerische Wohnungsbauprogramm

Die Schaffung von Wohnraum durch Kauf, Neubau, die Erweiterung oder Änderung einer Immobilie wird mit einer Kombination aus einem Darlehen und einem Zuschuss innerhalb des Bayerischen Wohnungsbauprogramms gefördert.

  • Im Fall eines Baus oder erstmaligen Erwerbs einer Wohnimmobilie wird ein Darlehen von maximal 30 % der förderfähigen Kosten gem. §§ 5 bis 8 der Zweiten Berechnungsverordnung (II. BV) gewährt. Handelt es sich um einen Zweiterwerb, liegt das Förderdarlehen bei 40 % der förderfähigen Kosten.
  • Pro im Haushalt lebendem Kind wird einmalig ein Zuschuss von 5.000 Euro gezahlt. Auch wenn zum Zeitpunkt der Antragstellung wegen einer Schwangerschaft die Geburt eines Kindes zu erwarten ist, wird dieser Zuschuss gewährt.
  • Sofern bereits vorhandener Wohnraum gekauft, ein Ersatzneubau erstellt oder ein Neubau auf einer Konversionsfläche oder innerörtlich gelegenen Brachfläche errichtet wird, erhalten Antragsteller einen Zuschuss von 10 % der förderfähigen Kosten. Der Zuschuss ist jedoch auf einen Höchstbetrag von 30.000 Euro begrenzt.

Zielgruppe für diese Förderung sind insbesondere Familien mit einem geringen bis durchschnittlichem Jahresbruttoeinkommen nach § 2 Abs. 5a Einkommensteuergesetz (EStG). Das Förderprogramm sieht dabei einige Freibeträge vor, die Antragsteller geltend machen können:

  • 5.000 Euro bei Ehe- oder Lebenspartnern bis zum Ablauf des siebten Kalenderjahres, das auf die Heirat oder den Beginn der Lebenspartnerschaft folgt;
  • 4.000 Euro pro Haushaltsmitglied, das über einen Grad der Behinderung von mindestens 50 verfügt;
  • Maximal 6.000 Euro werden Personen gezahlt, die einem früheren Ehe- oder Lebenspartner dauerhaft Unterhalt leisten.
  • Wer Kinder hat, die wegen einer Ausbildung oder eines Studiums auswärts wohnen und von den Eltern Unterhalt bekommen, erhält jeweils bis zu 4.000 Euro.
  • Wer einer sonstigen Person, die nicht im Haushalt lebt, Unterhalt zahlt, erhält einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro.
  • Haben Antragsteller ein Kind, das beim anderen Elternteil lebt und für das für die Eltern ein uneingeschränktes Sorgerecht haben, können bis zu 4.000 Euro gezahlt werden.

Das Bayerische Zinsverbilligungsprogramm

Mit dem Bayerischen Zinsverbilligungsprogramm werden sowohl der Neubau als auch der Erst- und Zweiterwerb von selbstgenutztem Wohnraum gefördert. Die Förderhöhe für dieses zinsgünstige Darlehen beträgt 100 % der förderfähigen Kosten. Das Programm richtet sich ebenfalls an Familien mit einem niedrigen oder durchschnittlichen Einkommen. Mit seiner Hilfe können bis zu 30 % der der Gesamtkosten finanziert werden. Interessenten haben die Wahl zwischen einer Zinsfestschreibung mit einer 10-, 15- oder 30jährigen Laufzeit.Die Mindesthöhe dieses Darlehens wurde auf 15.000 Euro festgelegt. Auch hier können bei der Ermittlung des maßgeblichen jährlichen Bruttoeinkommens Freibeträge geltend gemacht werden. Sie sind mit denen des Bayerischen Wohnungsbauprogramms identisch (siehe oben).

Das sollten Antragsteller wissen

Die Bayerische Landesregierung hat zur Bestimmung, wann Familien über ein niedriges oder durchschnittliches Jahresbruttoeinkommen verfügen, Einkommensgrenzen festgelegt. Sie finden sich in Art. 11 des Bayerischen Wohnraumförderungsgesetzes (BayWoFG). Antragsteller wenden sich in jedem Fall noch vor dem Abschluss des Kaufvertrags oder dem Baubeginn an die örtliche Bewilligungsstelle. Das ist entweder das Landratsamt oder das zuständige Amt im Rathaus, wenn es sich um eine kreisfreie Stadt handelt. Zusammen mit dem Antrag müssen folgende Unterlagen eingereicht werden:

  • die letzte Einkommensteuererklärung,
  • eine Verdienstbescheinigung, aus der auch die Höhe von Sonderzahlungen hervorgeht (z. B. Weihnachts- oder Urlaubsgeld),
  • ggf. eine Rentenbescheinigung,
  • Kopien der Gehaltsabrechnungen aller Haushaltsmitglieder,
  • Dokumente, aus denen Sparguthaben oder die aus Eigenmitteln erworbenen Grundstücke hervorgehen sowie
  • Kopien der letzten beiden Jahresabschlüsse, sofern es sich bei den Antragstellern um Selbstständige handelt.

Eine Besonderheit: die Bayerische Eigenheimzulage

Die Bayerische Landesbodenkreditanstalt (BayernLabo) ist im Auftrag des Freistaats Bayern für die Gewährung der Bayerischen Eigenheimzulage zuständig. Dieser einmalige Zuschuss in Höhe von 10.000 Euro wird gezahlt, wenn Eigentumswohnungen oder Ein- oder Zweifamilienhäuser neu gebaut oder erstmalig erworben werden. Auch die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum durch eine Erweiterung oder Änderung eines Bestandsgebäudes wird hiermit unterstützt.

Es muss eine dieser Bedingungen müssen erfüllt sein, um von der Förderung zu profitieren:

  • Für die Wohnimmobilie muss ab dem 1. Juli 2018 eine Baugenehmigung erteilt bzw. ein Kaufvertrag abgeschlossen worden sein.
  • Es muss sich um ein genehmigungsfreies Vorhaben handeln, für das die im Art. 58 Abs. 3 Satz 3 Bayerische Bauordnung (BayBO) genannte Frist nach dem 30. Juni 2018 abgelaufen ist.

Die Zahlung der Zulage ist an drei Bedingungen geknüpft:

  • Antragsteller müssen ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt seit mindestens einem Jahr in Bayern haben,
  • mindestens ebenso lange in Bayern erwerbstätig sein und
  • unter die festgelegte Einkommensgrenze fallen. Die Landesregierung hat hier die nachstehend aufgeführten Höchstbeträge für das zu versteuernde Jahreseinkommen festgelegt:
    • 50.000 Euro für Einpersonenhaushalte
    • 75.000 Euro für Mehrpersonenhaushalte ohne Kinder
    • 90.000 für Haushalte, in denen ein Kind lebt. Die Einkommensgrenze steigt für jedes weitere Kind um je 15.000 Euro an.

Für die Einkommensberechnung werden die sich aus den Einkommensteuerbescheiden ergebenden zu versteuernde Durchschnittseinkommen des zweiten und dritten Kalenderjahres vor der Antragstellung herangezogen. Wird der Antrag beispielsweise 2019 eingereicht, müssten ihm also die Einkommensteuerbescheide aus den Jahren 2016 und 2017 beigefügt werden. Im Gegensatz zu den beiden oben beschriebenen Förderungen des Freistaats Bayern wird die Eigenheimzulage nicht vor dem Kauf oder Bau, sondern innerhalb von sechs Wochen nach dem Bezug der Wohnimmobilie beantragt. Die Anträge müssen bei der BayernLabo eingereicht werden.

Diese Förderung ist für Empfänger des Baukindergeldes interessant

Wer bereits eine Zusage der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) über das Baukindergeld des Bundes in den Händen hält, kann unter bestimmten Voraussetzungen auch das Bayerische Baukindergeld Plus erhalten. Antragsteller müssen seit wenigstens einem Jahr ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Bayern haben und genauso lange hier eine dauerhafte Erwerbstätigkeit ausüben. Der Zuschuss beträgt für die Dauer von zehn Jahren 300 Euro pro Kind und wird bei der BayernLabo beantragt. Damit eine schnelle und bequeme Antragsabwicklung möglich ist, kann die Beantragung auf einer speziell eingerichteten Internetseite der BayernLabo  durchgeführt werden.

Hier gibt es weitere Bauförderungen

Zahlreiche bayerische Kommunen unterstützen ihre Bürger ebenfalls mit attraktiven Krediten. Nähere Auskünfte erteilen die jeweiligen Rathäuser. Förderungen, die bundesweit vergeben werden, werden unter https://www.baufinanzierungsberatung.com/ näher erläutert.

Baufinanzierungsberatung

Als Hausanbieter können und wollen wir unseren Kunden keine konkreten Finanzierungslösungen anbieten, aber dennoch liegt es uns am Herzen, Bauherren in jeglicher Hinsicht zu unterstützen und sie mit unserer langjährigen Erfahrung auch umfassend zum Thema Baufinanzierung zu beraten.  Deshalb finden Sie auf baufinanzierungsberatung.com eine Fülle an Informationen rund um das Thema Baufinanzierung.

Dies erwartet Sie auf www.baufinanzierungsberatung.com:
Die Baufinanzierung stellt viele Bauinteressierte vor eine Herausforderung, daher möchten wir gerne einen Überblick verschaffen und die wichtigsten Aspekte verständlich vermitteln. Selbstverständlich berücksichtigen wir dabei auch grundlegende Begriffe wie Eigenkapital, Tilgungsplan, Forwarddarlehen sowie Soll- und Effektivzins. Darüber hinaus gehen wir auf KfW- und andere Förderprogramme sowie weitere Möglichkeiten, die finanzielle Belastung möglichst gering zu halten, ein. Zudem fallen beim Hauskauf oftmals nicht unerhebliche Gebühren an, die zu Beginn nicht in jedem Falle einkalkuliert wurden, so etwa Notar- und Grundbuchkosten. Gerne erläutern wir unseren Kunden, wie diese sich zusammensetzen und kalkulieren lassen.

Somit bereiten wir unsere Kunden auf die Gespräche mit Bankberatern vor, sodass künftige Bauherren nicht blind Entscheidungen bezüglich der Finanzierung des Eigenheims treffen müssen, sondern bereits einen ersten Überblick über die Finanzierungsmöglichkeiten beim Hausbau haben.


 © baufinanzierungsberatung.com - Stand 08. Juni 2019 
Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr und Anspruch auf Vollständigkeit.

© 2019 Massivhaus-Zentrum - Ihr Ansprechpartner für den Hausbau mit individueller Bauplanung in Bayern